Newton-Reflektor

(aus dem lateinischen 'Reflexion', zu deutsch 'Spiegelung')Newton Optik

 

Bei einem Spiegelteleskop fällt das Licht zunächst durch den kompletten Tubus auf einen hinten angebrachten Parabolspiegel, bei günstigen Geräten auch oftmals nur ein Kugelspiegel. Dieser bündelt das Licht und wirft es auf einen Fangspiegel im vorderen Bereich. Der Fangspiegel lenkt das Licht dann um 90° um durch den an der Seite des Tubus befindlichen Fangspiegel.

 

Sir Isaac Newton gilt als Erfinder des Spiegelteleskopes. Er entwickelte es um 1668. Der damals noch sphärische Hauptspiegel wurde durch einen parabolischen ersetzt. Dieser hat den Vorteil dass das Licht anders als bei Kugelspiegeln (Achtung: die gibt es auch heute noch) in einem Punkt zusammengeführt wird.

 

Ein Newton-Teleskop kann heutzutage sehr günstig hergestellt werden. Im Gegensatz zu anderen Teleskoparten, insbesondere farbreinen Refraktoren (Apo), erhält man bei gleichem Preis mehr Öffnung und damit ein besseres Auflösungsvermögen. Sie gelten daher als der beste und erfolgversprechendste Einstieg in die Astronomie. Ein guter Einsteigerreflektor ist unmontiert schon ab 150,-- € zu bekommen, als Dobson montiert mit ein wenig Zubehör ab 300,-- €.

 

Viele Hobbyastronomen bauen sich mittlerweile ihre Teleskope selbst (ATM = Amateur Telescope Making), sogar perfekte Spiegel kann man mittlerweile selbst schleifen. Dabei wird meist für die dobsonmontierte Variante entschieden, da Bau und Handhabung am Einfachsten sind.

Vorteile und Nachteile

Vorteile:

- Reflektoren sind im Verhältnis zu Refraktoren deutlich günstiger

- bieten großes Öffnungsverhältnis, DeepSky-Gerät

- Im Vergleich zu vergleichbaren Refraktoren, leichter und kürzer

 

Nachteil:

- Spiegel müssen vor der Beobachtungsnacht justiert, also zu einander
  ausgerichtet werden

- Je grösser der Spiegel, desto länger dauert es bis die Temperaturanpassung erfolgt (Auskühlzeit)

- Obstruktion (Abschattung) durch den Fangspiegel kostet Kontrat

Impressum | Kontakt | Site Map | Printable View
© 2010, Stephan Brüning, Astroinfos.net
Login Logout